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Ambitionierte Wasser-Initiative und UN-Abstimmung über neue Weltkarte
Zwischen 2015 und 2024 erhielten mehr als 960 Millionen Menschen Zugang zu sicherem Trinkwasser und 1,2 Milliarden Menschen zu sicherer Sanitärversorgung. Das ist zweifelsohne ein Erfolg. Gleichwohl haben laut Weltbank 2,1 Milliarden Menschen keinen Zugang zu sicherem Trinkwasser – eine Situation, die durch die mit dem Klimawandel einhergehende Wasserknappheit noch verschärft wird.
Während der World Water Week in Stockholm Ende August zog deshalb eine Kampagne besondere Aufmerksamkeit auf sich: „Water Forward“, eine von der Weltbank geleitete Initiative, die darauf abzielt, bis 2030 den Zugang zu Wasser für eine Milliarde Menschen zu verbessern. Das Programm, das als vielversprechendste Initiative seit Jahrzehnten bezeichnet wird, um Finanzmittel und politische Aufmerksamkeit für den WASH-Sektor zu generieren, wurde im April ins Leben gerufen und betrachtet Wasser als wirtschaftliche Ressource.
Resolution für eine neue Weltkarte
Die UN-Generalversammlung hat eine Resolution verabschiedet, die die Einführung einer Weltkarte vorsieht, welche die tatsächlichen Größenverhältnisse der Kontinente besser widerspiegelt. Die von Togo und weiteren Staaten der Afrikanischen Union eingebrachte Resolution zielt insbesondere darauf ab, die Größe des afrikanischen Kontinents präziser darzustellen. Die bislang weit verbreitete Mercator-Projektion, die im 16. Jahrhundert für europäische Seefahrer entwickelt wurde, verzerrt die Größenverhältnisse durch die Art, wie die gekrümmte Erdoberfläche auf eine flache Karte übertragen wird: Regionen in Polnähe erscheinen übergroß, während äquatornahe Regionen kleiner wirken, als sie sind.
Jetzt, da Afrika auf der Karte größer erscheint, könnte es dem US Department of State (beziehungsweise der dort eingesetzten KI) zukünftig vielleicht auch leichter fallen, afrikanische Staatsgebiete auf Präsentationsfolien den richtigen Ländern zuzuordnen, nachdem auf der AIDS 2026 Conference in Rio de Janeiro im Juli eine stark verzerrte, KI-generierte Karte von Afrika, auf der alle hervorgehobenen Länder falsch beschriftet und eingeordnet waren, zum Einsatz gekommen ist. Gegen diesen Optimismus spricht jedoch, dass die USA als einzige Nation gegen die nicht verbindliche Resolution gestimmt haben.
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