Entwicklung und
Zusammenarbeit

Internet

Pekings wachsender Einfluss auf Internet-Regeln

Man könnte es für die Aufgabe von Ingenieuren halten, technische Standards für die Datenübertragung festzulegen. Der Prozess kann jedoch hochpolitisch sein, da er denen, die die Standards setzen, Macht verleiht – hinsichtlich kommerzieller Vorteile für die Produkte ihrer Länder wie auch für den Zugang und Nutzung des Netzes.
Global standards shape local practice: Congolese advertising. Pascal Deloche/GODONG/Lineair
Global standards shape local practice: Congolese advertising.

So überrascht es nicht, dass China zunehmend Einfluss auf die Festlegung globaler technischer Standards für das Internet nimmt. China hat seine Rolle in der International Telecommunications Union (ITU) ausgeweitet, der UN-Organisation, die Radio-, TV- und Internetübertragungsstandards überwacht. Der derzeitige Generalsekretär der ITU, Zhao Houlin, unterstützt öffentlich Chinas Bemühungen, diese Standards zu gestalten.

Zugleich installiert China über das Digitale-Seidenstraßen-Programm weltweit seine Telekommunikations- und Internet-Technologien. Diese Präsenz kann aufgrund der in den Geräten integrierten Funktionen auch dazu beitragen, die Internet-Verkehrsregeln zu verändern.

Im Westen wächst die Sorge, dass diese Technologien für Spionage zu kommerziellen oder politischen Zwecken verwendet werden könnten. „Sicherheitsrelevante Bedenken hinsichtlich Chinas Digitaler Seidenstraße beziehen sich auf potenzielle Risiken für nationale kritische Infrastrukturen, Informationsaustausch und militärische Integration“, stellte der britische Think Tank International Institute for Strategic Studies im Februar 2021 fest. CMS


Charles Martin-Shields ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Institut für Entwicklungspolitik (DIE) in Bonn.
charles.martin-shields@die-gdi.de

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