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Kaushik Basu neuer Weltbank-Chefvolkswirt

Im September hat die Weltbank den indischen Wissenschaftler Kaushik Basu zu ihrem neuen Chefökonom ernannt. Der 60-Jährige ist Gründer des Centre for Development Economics an der Delhi School of Economics, Professor an der Cornell Univer­sity in den USA und Berater der indischen Regierung. Seine Berufung zum Chefökonomen spie­gele das gestiegene Gewicht von Schwellenländern in der Weltbank wider, heißt es offiziell. Sein Vorgänger war der chinesische Ökonom Justin Yifu Lin, dessen Amtszeit im Sommer zu Ende ging.

Basu promovierte unter Amartya Sen, der später den Wirtschaftsnobelpreis erhielt, an der London School of Economics. Sein Spezialgebiet ist die Entscheidungstheorie. Er spricht sich für weniger Bürokratie und bürgerschaftliche Verantwortung aus. Er gilt als kreativ und unorthodox. Unter anderem hat er vorgeschlagen, in Indien nicht das Zahlen von Schmiergeld, sondern nur die Annahme davon zu verbieten, weil dann die Strafverfolgung leichter fiele. (ph)

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