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Uganda: Debatte um Beschneidung

In Uganda ist eine Debatte über die Beschneidung von Männern zur Vorbeugung gegen AIDS entbrannt. Laut dem UN-Nachrichtendienst IRIN beklagte sich der ugandische Präsident Yoweri Museveni darüber, dass aktuelle Forschungsergebnisse dem Kampf gegen die Immunschwächekrankheit schaden könnten. Es werde behauptet, so Museveni laut IRIN, dass Beschneidung gegen AIDS schütze, selbst wenn man sich leichtsinnig verhalte. Solche Botschaften sendeten der Bevölkerung falsche Signale und förderten die Apathie im Kampf gegen AIDS.

Vor einigen Wochen waren US-Forscher zu dem Ergebnis gekommen, dass für beschnittene Männer das Risiko, sich mit HIV zu infizieren, deutlich geringer ist als für unbeschnittene Männer. Die Wissenschaftler hatten aber betont, dass die Beschneidung nur zusätzlichen Schutz biete und andere vorbeugende Maßnahmen nicht ersetzen könne (siehe E+Z/D+C 2/2007, S. 49).

Uganda gilt als Musterbeispiel in der Bekämpfung von AIDS, weil es die Infektionsrate in den vergangenen 15 Jahren deutlich reduzieren konnte. Museveni betonte, der Erfolg gründe auf der klaren Botschaft seiner Regierung, dass AIDS eine todbringende Krankheit sei, die nur durch verantwortungsvolles Sexualverhalten zu vermeiden sei. (ell)

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