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Großer Schaden

Im Internet verbreitete Falschinformationen richten in Afrika viel Unheil an. Menschen werden unter anderem politisch manipuliert, um ihr Geld betrogen oder Opfer fragwürdiger medizinischer Ratschläge.
Ein informeller Laden in Nairobi wirbt für Telefongesellschaften und mobiles Geld. dem
Ein informeller Laden in Nairobi wirbt für Telefongesellschaften und mobiles Geld.

Während des Wahlkampfs in Nigeria Anfang 2019 sorgte im Internet ein Bild für viel Wirbel. Es zeigte, wie Oppositionsführer Abubakar Atiku dem US-Präsidenten Donald Trump die Hand schüttelt. Einige nahmen das als Beweis für Atikus internationale Anerkennung, andere meinten, er unterwerfe sich ausländischen Interessen. Beides stimmte nicht – das Bild war gefälscht, die Politiker hatten sich nie getroffen.

In anderen Fällen von Internetbetrug erlitten etliche Nigerianer und Südafrikaner finanziellen Schaden. Kriminelle richteten falsche Web-Accounts ein und behaupteten, Personal für große Privatunternehmen oder Regierungsbehörden einzustellen. Sie forderten arbeitslose Jugendliche auf, ihnen per Handy Geld zu überweisen. Sie versprachen, die „Regis­trierungsgebühr“ rückzuerstatten, sollte ein Bewerber nicht eingestellt werden. Das war so gelogen, wie die Webkonten gefälscht waren.

Laut Peter Cunliffe-Jones von Africa Check schaden Fehlinformationen Menschen „auf unterschiedliche Art in verschiedenen Kontexten“. So erzählte ihm ein Optiker in Nigeria kürzlich von einem Patienten, der im Internet gelesen hatte, eine Bindehautentzündung sei heilbar, indem man die Augen mit verdünnter Batteriesäure wasche. „Der Patient, der so Heilung gesucht hatte, weil er sich keinen Arztbesuch leisten konnte, ist jetzt fast blind – und wird es bleiben.“ (as).

 

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