Entwicklung und
Zusammenarbeit

US-Baumwoll­hilfen illegal

Die Welthandelsorganisation (WTO) hat die Vereinigten Staaten erneut zu einer Reform ihrer Unterstützung für Baumwollbauern verurteilt. Bereits 2005 hatte die WTO die amerikanischen Baumwollsubventionen als Verstoß gegen internationales Handelsrecht eingestuft und die USA aufgefordert, die Praxis zu ändern. Das sei nur unzureichend geschehen, urteilte die in Genf ansässige Handelsorganisation im Dezember. Brasilien hatte 2002 gegen die US-Subventionen geklagt. Die Zahlungen an die US-Baumwollbauern belaufen sich auf bis zu vier Milliarden Dollar jährlich. Nach Ansicht von Experten verderben sie die Preise auf dem internationalen Baumwollmarkt und schädigen damit die Produzenten anderer Länder, zum Beispiel in Westafrika. Eine Sprecherin der US-Handelsbeauftragten, Suan Schwab, äußerte sich enttäuscht über das WTO-Urteil. Washington erwägt, gegen den Beschluss Berufung einzulegen. Wenn die USA dem Urteil nicht folgen, darf Brasilien handelspolitische Gegenmaßnahmen bei der WTO beantragen. (ell)

Neueste Artikel

Gas- und Ölfirmen haben in der Corona-Krise in Afrika besonders gelitten: Arbeiter der Nigerian National Petroleum Corporation im Dezember 2020.

Afrikanische Volkswirtschaften

Corona-Krise abfedern

Kinder im Flüchtlingslager Kakuma in Kenia.

Die Flucht vor Krieg

Verlorene Jungen und Mädchen

Ein unbegleitetes Kind hofft in Tijuana, Mexiko, über die Grenze in die USA zu gelangen.

Kinder auf der Flucht

Ein einsamer Kampf

Beliebte Artikel